Fotosynthese Blattstruktur feingliedrig

Was passiert bei der Fotosynthese?

Im Herbst geht es ziemlich bunt zu. Zuerst verfärben sich die Blätter in schönste Gelb-, Rot- oder Brauntöne und schließlich fallen sie von den Bäumen ab und zurück bleibt eine triste Landschaft. Überwiegend verantwortlich dafür sind sowohl die Chloroplasten, welche in den dünnen Bahnen der Blätter eingelagert sind als auch die reduzierte Fotosynthese.


Der „Winterschlaf“ der Bäume durch reduzierte Fotosynthese

Fotosynthese Blattstruktur feingliedrig
feine Blattstruktur durch Fotosynthese (c) Matthias Koranzki / pixelio.de

Der Ursprung für die Verfärbung der Blätter liegt in der Jahreszeit. Werden die Tage kürzer und die Nächte kälter, verändert sich der Organismus der Bäume. Die Produktion des wichtigen Blattfarbstoffs Chlorophyll, welches den Chloroplasten zur Fotosynthese verhilft, wird heruntergefahren. Damit wird auch die Fotosynthese nur vermindert ausgeführt. Der Farbstoff wird statt in den Blättern nun in die Äste, in den Stamm und die Wurzel geleitet. Das Chlorophyll wird benötigt, um über den Winter zu kommen und um genügend Energie zu besitzen, damit im nächsten Frühjahr neue Knospen entsprießen können.
Der Grund für diesen Vorgang besteht darin, dass das Wasser in den Blättern bei den niedrigen Temperaturen im Winter gefrieren würde und damit die feingliedrige Blattstruktur zerstört werden würde. Der Baum benötigt all seine Wasserreserven um den Winter zu überstehen, da häufig das Wasser im Boden gefriert und somit eine Wasseraufnahme nicht gewährleistet ist. Die Fotosynthese ist so unmöglich.

Farbstoffe der Blätter

Neben dem Chlorophyll sind noch andere Farbstoffe innerhalb der sogenannten Chromoplasten in den Blättern enthalten. Diese werden im Sommer allerdings vom dominierenden Chlorophyll zurückgedrängt, welches die Blätter grün aussehen lässt. Die Fotosynthese wird dabei vollständig durchgeführt. Sobald das Chlorophyll in die Äste und Wurzel zurückgeleitet wird, kommen die anderen Farbstoffe zum Vorschein. Es scheint als ob sich die Blätter verfärben. Dabei werden der gelbe Farbstoff Karotin und der rote Farbstoff Anthocyan sichtbar. Karotin ist vor allem in Blättern der Birke und der Lärche zu finden, sodass sich diese Blätter gelb bis goldgelb verfärben. Anthocyan ist vermehrt in Ahorn- und Eichenblätter vorhanden, sodass deren Blätter eine rote bis bräunliche Farbe annehmen.
Wenn sich in den Blättern kein Chlorophyll befindet, bildet sich eine Kruste zwischen Ast und Blatt. Ab dem jetzigen Zeitpunkt gelangen keinerlei Nährstoffe sowie Wasser vom Baum in das Blatt. Die Folge ist das Absterben des Blattes. Es fällt vom Baum.

Chloroplasten führen Fotosynthese durch

Fotosynthese Kreislauf vollständig
Der Kreislauf der Fotosynthese durch Chloroplasten (c) sheol.org

Die Chloroplasten sind neben dem Absterben der Blätter mitverantwortlich für den überlebenswichtigen Prozess der Fotosynthese (auch Photosynthese geschrieben). Fotosynthese ist übrigens altgriechisch und bedeutet übersetzt „Licht“ und „Zusammensetzung“. Der Prozess der Fotosynthese beschreibt die Umwandlung von Kohlenstoffdioxid in sogenannte Glucose, ein Traubenzucker. Die Fotosynthese kann nur mit Hilfe von Wasser und dem Chlorophyll in den Pflanzen unter Nutzung des Sonnenlichts umgesetzt werden.
Die Fotosynthese umfasst zwei Abschnitte. Unter der Lichtreaktion werden alle Licht bezogenen Prozesse verstanden. Im Gegensatz dazu umfasst die Dunkelreaktion alle Vorgänge, die zwar auch unter Licht ablaufen, allerdings nicht unbedingt Licht benötigen. Pflanzen, Bakterien sowie Algen betreiben die Fotosynthese.


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