Gefriertrocknung gefrorene Früchte Beeren

Wie entstehen Produkte in Gefriertrocknung?

Im Garten der Deutschen geht es meist bunt zu. Ob Obst, Gemüse oder Kräuter– in den Gärten wachsen und gedeihen jede Menge gesunder Leckereien. Doch meistens kann nicht alles, was erfolgreich geerntet wurde, auf einmal verzehrt werden. Die Folge: Die gesunden eigens gesäten und geernteten Sachen werden früher oder später ungenießbar und müssen entsorgt werden. Um Früchte und andere Sachen aus dem Garten ganzjährig genießen zu können, gibt es die Möglichkeit Produkte in Gefriertrocknung zu nutzen. Anbieter wie Paradise Fruits liefern eine breite Auswahl an Früchten, Gewürzen, Gemüsesorten und sogar an gefriergetrocknetem Fleisch. Der Prozess der Gefriertrocknung stellt dabei ein komplexes Verfahren dar, in der besonders die Qualität der Lebensmittel erhalten bleiben soll.

Der Prozess der Gefriertrocknung

Die Gefriertrocknung dient der Trocknung von verschiedensten Lebensmitteln. Während der Gefriertrocknung wird das Verfahren der Sublimation durchlaufen. Dabei gehen die Eiskristalle direkt in den gasförmigen Zustand über, ohne dass sie vorher flüssig waren.


Gefriertrocknung gefrorene Früchte Beeren
längere Haltbarkeit durch Gefriertrocknung (c) Andreas Morlok / pixelio.de

Die Phasen der Gefriertrocknung von Produkten:

  • 1.Phase: Standard Gefriertrocknung

    Zunächst wird das zu gefrierende Produkt in einer der beiden vorhandenen Kammern einer Gefriertrocknungsanlage auf einem kühl-, aber auch beheizbaren Untergrund bei normalem Druck heruntergesetzt, sodass das Wasser gefriert. Die zweite Kammer beinhaltet einen Kondensator, der mit einem Kältemittel gefüllt ist und eine Temperatur von -60 bis -80 Grad aufweist.

  • 2.Phase: Primärtrocknung – gasförmige Umwandlung

    In der zweiten Phase, der Primärtrocknung, geht das im Produkt enthaltene im ersten Schritt gefrorene Wasser durch Sublimation in den gasförmigen Zustand über. Zunächst wird dazu ein Vakuum gebildet. Anschließend wird der Druck der Umgebung reduziert. Der Druck des Dampfdruckes des Wassers ist ab einem bestimmten Zeitpunkt größer als der der Umgebung. Die Folge ist, dass das gefrorene Wasser direkt von einem festen gefrorenen Zustand in den gasförmigen Zustand übergeht. Diesen Prozess nennt man Sublimation. Das Wasser setzt sich im Kondensator ab.

  • 3. Phase: Sekundärtrocknung (Nachtrocknung)

    Die dritte und letzte Phase umfasst die Nachtrocknung. Dabei befindet sich das Produkt stets im Vakuum. Bei ca. 20 Grad wird hier das stärker gebundene Restwasser entfernt. Die Gefriertrocknung ist nun vollständig abgeschlossen.

Anwendungsbereiche der Gefriertrocknung

Gefriertrocknung darauf entsteht Kaffeepulver gemahlen
Durch Gefriertrocknung und Pulverisierung entsteht das beliebte Kaffeepulver (c) BirgitH / pixelio.de

Doch nicht nur Früchte und Kräuter durchlaufen den Prozess der Gefriertrocknung. Auch Cerealien, Backwaren, Schokolade oder Tee sind in Gefriertrocknung erhältlich. Die Lebensmittel können verschiedene Formen annehmen: Granulate, Stückchen, aber auch Pulver- oder Segmentform, Fruchtscheiben oder ganzen Früchten sind verfügbar. Ein bekanntes Beispiel für ein gefriergetrocknetes Produkt ist die Umwandlung der Kaffeebohnen zu Kaffeegranulaten. In pulverisierter Form entsteht daraus schließlich das allseits beliebte Kaffeepulver. Ferner werden weitere Instant bzw. Pulvergetränke auf diese Art und Weise hergestellt. Auch in der Produktion von Tiernahrung wird dieses Verfahren angewandt, beispielsweise für Reptilien- oder Fischfutter. Doch nicht nur den Lebensmittelbereich umfasst die Gefriertrocknung. Ebenso wird sie in der Herstellung von Medizin, in der Restauration von Gebäuden sowie in technischen Waren eingesetzt.

Vor- und Nachteile der Gefriertrocknung

Die Vielfalt der Möglichkeiten von Gefriertrocknung bürgen dennoch Vor- und Nachteile. Die Qualität der zu gefrierenden Produkte hängt von der Geschwindigkeit des Gefriervorgangs ab, von der Temperatur sowie von diversen Hilfsstoffen.
Die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick.

Vorteile:

  • Erhebliche Verlängerung der Haltbarkeit
  • Schonende Trocknung von besonders empfindlichen Lebensmitteln
  • Vereinfachte Rehydratation
  • Sterile Herstellung
  • Vitamine bleiben größtenteils erhalten

Nachteile:

  • teurer Produktionsprozess
  • Lange Herstellungszeit
  • Hoher Energieverbrauch
  • Feuchtigkeitsempfindlich


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