Komet Schweif

Was sind Sternschnuppen?

Sternschnuppen sieht man nicht immer am Nachthimmel. Da sie so selten sind, sagt man, dass man sich etwas wünschen kann, wenn man eine sieht. Eine Sternschnuppe ist auf jeden Fall kein herabfallender Stern. Aber was genau ist eigentlich eine Sternschnuppe?

Erklärung: Sternschnuppen

Planeten verlaufen im Universum an bestimmte Bahnen. Zwischen den Bahnen befinden sich Sand und Staub. Diese sind zwischen 0,5 und 5 mm groß und wiegen nicht mal 1 Gramm. Wenn diese Meteoroiden in die Erdatmosphäre eindringen, dann verglühen diese aufgrund der Geschwindigkeit von ca. 200.000 km/h (Reibungshitze) und verdampfen in 100 km Entfernung. Pro Sekunde gerechnet, können Sternschnuppen sogar 60 km schnell fliegen. Der Schweif, den man sieht, entsteht dadurch, dass sich Moleküle, die sich auf der Flugbahn befinden, ionisieren. Man sieht eine Sternschnuppe (dann „Meteor„ genannt) am Himmel. Auch durch Zusammenstöße von Miniplaneten kann es zu Sternschnuppen kommen.

Meteorschauer

Sternschnuppen
Sternschnuppen sind keine herabfallenden Sterne.
©iStock.com/Andrey_Lavrov

Diesen Schmutz verlieren aber vor allem Kometen, die aus Staubteilchen, Eis und Gestein bestehen und ca. 15 – 20 km groß sind. Sie kommen ursprünglich aus einer sehr weiten Entfernung, weit weg von der Sonne her aus einer Wolke. Wenn sich nun ein Stern dieser Wolke nähert, werden ein paar Kometen in Richtung Sonnensystem geschleudert. Bis sie dieses jedoch erreichen, dauert es mehr als 1000 Jahre. Die Kometen verlieren dann ihre Staubwolken, wo die Erde auf ihrer Bahn vorbeikommt und man sieht einen Meteorstrom. Das bedeutet, dass ungewöhnlich viele Sternschnuppen (Meteore) am Himmel zu beobachten sind (100 pro Stunde).


Bekannte Meteorschauer

Komet Schweif
Hier ein Komet und sein Staub. ©iStock.com/bischy

Ein bekannter Sternschnuppen-Regen ist der, der Perseiden. Dieser besteht aus den Auflösungsprodukten des Kometen Swift-Tuttle. Er ist immer um den Monat August zu bestaunen. Dieses Jahr kann man ihn zwischen dem 17.07 und dem 24.08.2015 sehen. Besonders viele Sternschnuppen sind in der Nacht vom 12. 08 bis zum 13. 08. 2015 zu sehen. Aber auch der Meteorströme der Leoniden und der Geminiden sind nicht zu verachten.

Meteoriten-Krater

Manche Meteoriten sind so groß, dass er nicht komplett abgetragen wird und auf den Erdboden trifft. Diese hinterlassen dann einen Krater (Bilder von Meteoriten-Krater). In Arizona gibt es z. B. einen Krater, der einen Durchmesser von 1,265 km hat. Gefährlich sind Meteoriten für Menschen aber nicht, da es sehr selten passiert, dass sie die Erde erreichen.

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