Wie entstehen Erdbeben?

Wie entstehen Erdbeben Naturkatastrophe
Erdbeben kommen vor allem an den Plattenrändern vor. ©iStock.com/pestanarui

Wissenschaftler sind sich noch uneinig, wie viele Kontinentalplatten tatsächlich existieren. Man geht aber meistens davon aus, dass es 7 große Kontinentalplatten und ungefähr 50 kleinere Erdplatten gibt.

Wie bereits im Artikel „Wie entstehen Tsunamis“ beschrieben, entstehen Erdbeben durch die Verschiebung der Erdplatten in vertikaler Richtung. Sie bewegen sich, da sich unter ihnen geschmolzenes Gestein befindet.

Am ozeanischen Rücken entlang tritt verflüssigtes Gestein an die Oberfläche, sodass die Kruste aufbricht. Dadurch schiebt sich eine Platte unter die andere, wodurch Spannungen entstehen. Wird diese Spannung wieder gelöst, entsteht ein Erdbeben.

Der Ort, an dem ein Erdbeben angefangen hat, wird Erdbebenherd oder Hypozentrum genannt. Genau über dieser Stelle ist die Stärke des Bebens am größten. Diese Stelle an der Erdoberfläche wird Epizentrum genannt.

Besonders starke Erdbeben sind an den Randzonen des Pazifischen Ozeans zu beobachten.


Stärke des Erbebens: Skalen

Es gibt zwei verschiedene Skalen, die die Stärke eines Erdbebens beschreiben. Zum einen wäre da die Intensitätsskala. Diese gibt die Intensität an, wie sie ein Mensch wahrnimmt und den Grad der Schäden, die durch das Erdbeben entstehen. Hier gibt es eine Einstufung von 12 Kategorien, die wie folgt aussieht:

Intensität Definition Folgen
I Nicht spürbar Mensch nimmt Beben nicht wahr.
II Sehr selten spürbar Wenige Personen nehmen das Beben überhaupt wahr.
III Schwach Vibrieren in Gebäuden werden wahrgenommen.
IV Beobachtbar Vibrieren und Rütteln von Möbeln und Fenstern.
V Stark Erschütterung des Gebäudes.
VI Geringe Beschädigungen Möbel verutschen oder fallen um und der Putz des Gebäudes fällt ab.
VII Beschädigungen An den Wänden sind Risse zu beobachten. Wände, die nichttragend sind, stürtzen ein.
VIII Starke Beschädigungen Das Stehenbleiben fällt schwer. Alte Gebäude stürtzen ein. Neuere Gebäude haben große Risse.
IX Zerstörend Sehr schwere Schäden an Gebäuden und sie können einstürtzen.
X Stark zerstörend Gebäude stürtzen ein.
XI Verwüstend Auch extra starke Gebäude können einstürtzen.
XII Totale Zerstörung Große Schäden und viele einstürzende Gebäude.


Um die Energie der Schwingung zu messen, wird die Richterskala verwendet. Man nennt sie auch die Magnitudenskala. Diese Skala geht nicht auf das subjektive Empfinden des Menschen und der Gebäudeschäden, wie die Intensitätsskala ein, sondern basiert auf die gemessenen Bodenschwingungen.

Sie können mit Seismometern bzw. Seismograph gemessen werden. Diese zeichnen die Bewegungen des Bodens auf und speichern sie in digitalisierter Form. Zur leichteren Vorstellung, was die Zahlen der Richterskala bedeuten, hier eine Tabelle mit Definition:

Magnitude (Definition)
2-3 kaum spürbar
4 spürbar, erste Tote
5 Zerstörerisch
6-7 große zerstörung und etliche Tote
8 sehr große Zerstörung und viele Tote
9-10 Fast die totale Zerstörung des Ortes


Einige Faken zu Erdbeben

Erdbeben sind keine seltene Erscheinung und können mit ihrer Wucht ganze Städte zerstören.

  • Kleinere Erdbeben (Magnitude 3-4) gibt es ungefähr 130.000 Mal im Jahr.
  • Mittlere Erdbeben (Magnitude 5-6) kommen ungefähr 1.300 Mal im Jahr vor.
  • Starke Erdbeben (Magnitude 7-8) kommen ca. 15 Mal im Jahr vor.
  • Sehr starke Erdbeben (Magnitude >8) kommen im Durchschnitt 1-Mal im Jahr vor.
  • Im Jahre 1960 ereignete sich in Chile das stärkste Beben, welches jemals gemessen wurde (Magnitude 9,5).
  • In Deutschland war das stärkste Erdbeben im Jahre 1756 (Magnitude 6,1).

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